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KONTAKT:

St. Ansgarii Gemeinde
Schwachhauser Heerstr. 40
28209 Bremen

Tel.: 0421 841391-0
Fax: 0421 841391-10

st.ansgarii@ich-will-keinen-spamkirche-bremen.de

Öffnungszeiten

montags, mittwochs, donnerstags,
9.00 - 13.00 Uhr
dienstags: (nicht in den Schulferien!)
15.00 - 18.00 Uhr
freitags:10.00 - 13.00 Uhr

Pastorin
Ulrike Oetken
Telefon: 0421 / 347 82 94
Durchwahl im Gemeindehaus
Telefon: 0421 / 841391-20
Fax: 0421 / 841391-10
- außer montags -

pastorin.oetken@kirche-bremen.de


Sprechstunde im
Gemeindehaus:

jeden 1. Mittwoch
8.30 - 9.30 Uhr

Kantor
Kai Niko Henke
Telefon: 0421/343435
kantor@ich-will-keinen-spamansgarii.de

Sozialpädagogin
Sabine Gaede
Telefon: 0421/841391-30
gaede@ich-will-keinen-spamkirche-bremen.de

Diakonin
Inga Kießling
Telefon: 0421/84 13 91-31
inga.kiessling@ich-will-keinen-spamkirche-bremen.de

Sprechstunde imGemeindehausjeden 3. Donnerstagvon 15.00 - 16.00 Uhr 

Bankverbindung
Gemeinde St. Ansgarii
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Die Notkirche
Die alte Kirche
Der Innenhof

St. Ansgarii-Gemeinde

Die Geschichte der St. Ansgarii-Gemeinde beginnt im März 1229 mit der Aufteilung von Unser Lieben Frauen, der damals einzigen Stadtpfarrei, in drei neue Sprengel: Liebfrauen, St. Ansgarii und St. Martini.
Name und Tradition von St. Ansgarii reichen jedoch weiter zurück. Die Überlieferung berichtet, dass Bischof Ansgar, der sich als frommer "Apostel des Nordens" besonders der Armen und Kranken annahm, und von 848 - 865 Erzbischof von Bremen war, hier eine Stiftung für 12 bedürftige Geistliche ins Leben rief. Und Erzbischof Hartwig II. erweiterte diese Gründung 1187 um 12 Priester zu einem Kollegiatstift St. Ansgarii, das als Basis der neuen Gemeinde von 1229 gilt.

Nach Festsetzung der Grenzen des neuen Kirchspiels in der Bremer Altstadt durch Erzbischof Gerhard II. wandte man sich verstärkt der Errichtung der Kirche zu, einer bereits im Bau befindlichen Basilika mit Querschiff und halbrundem Chor. Sie wurde 1243 geweiht, aber schon Ende des 14. Jahrhunderts in eine Hallenkirche umgebaut. Die Ähnlichkeiten dieses Umbaus mit den gleichzeitig in Hallenbauten veränderten Kirchen Unser Lieben Frauen und St. Martini scheinen durch zentralen Einfluß bedingt zu sein. Die fast quadratischen Grundrisse aus jeweils drei quadratischen Jochen, der lange Chor mit gerader Abschlußwand, die quer gestellten Dächer und viele gemeinsame Details in der Gestaltung der Innenräume wiesen auf westfälischen Einfluß hin und lassen vermuten, dass Erzbischof Gerhard II. Bauleute aus seiner Heimat Lippstadt verpflichtete, die dieses Formengut nach Bremen mitbrachten.

1403 - 1422 erhielt die Südseite des Chores einen Kapellenanbau, der für die St. Ansgarii-Gemeinde und für die Geschichte Bremens von eminenter, theologisch-historischer Bedeutung wurde, nämlich als Ausgangs-punkt der Reformation. Denn in dieser Kapelle hielt der frühere Augustinermönch Heinrich von Zütphen bereits 1522 die erste lutherische Predigt in unserer Stadt. Seine Überzeugungskraft war so groß, dass es schon 1525 in allen vier Stadtpfarren "reformierte" Prediger gab; nur das Domkapitel bekannte sich erst später zu der neuen Lehre.

Die heutige St. Ansgarii-Gemeinde bewahrt das Andenken des Reformators in der Namensgebung ihres integrativen Kindertagesheims, dem "Heinrich-von-Zütphen-Haus", das 1972 auf dem Nachbargrundstück Hollerallee 4 eröffnet wurde.
St-Ansgarii war viele Jahrhunderte hindurch Mittelpunkt einer großen Altstadt-Gemeinde, die eine der aktivsten Rollen im kirchlichen und politischen Leben Bremens spielte. Dem entsprach der eindrucksvolle Kirchenbau an der Obernstraße, dort wo der Name Ansgarii-Kirchhof noch heute an ihn erinnert. Dem entsprach auch seine reiche und kostbare Ausstattung (27 Altäre) und vor allem der imposante, 102 m hohe Turm.

Als 1944 am 1. September der Turm von St. Ansgarii ins Mittelschiff stürzte eine Sprengbombe hatte bereits 1943 das Fundament geschädigt - wurde der Bau total zerstört. Die St. Ansgarii-Gemeinde verlor ihr Zuhause und Bremen mit dem höchsten Turm der Stadt das Wahrzeichen seiner Silhouette.

Die Nachkriegszeit und die Notkirche

1946/47 fand die Gemeinde nach und nach wieder zusammen. Sie traf sich zu Gsprächs- und Bibelabenden inprivaten Räumen und feierte Gottesdienste im Wohn-/Eßzimmer im großen Haus eines Bremer Arztes.
1948 entstand auf dem jetzigen Grundstück eine Notkirche aus einer Baracke, die der Kirchenvorstand nach Kriegsende angekauft hatte. Das Grundstück wurde zunächst gepachtet, konnte dann aber angekauft werden unter der Bedingung des Besitzers, daß ihm zusätzlich zur Preisforderung 5000 aus den Trümmern geborgene Ziegelsteine geliefert würden. Auch das haben Gemeindemitglieder gemeinsam geschafft!

Da die Notkirche bald zu klein war für die schnell wachsende Gemeinde, drängten die Pastoren Claus Liske und Dr. Christel Matthias Schröder auf eine großzügigere Lösung. Man entschied sich für einen Kirchenneubau an diesem Platz in der Annahme, dass in der zerstörten Innenstadt infolge der hohen Grundstückspreise und Baukosten kaum noch Gemeindemitglieder privat wohnen würden.

1952 wurde der Kirchenneubau ausgeschrieben,
1955 der Grundstein gelegt.
1957 die Einweihung der neuen Kirche gefeiert.

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