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KONTAKT:

St. Ansgarii Gemeinde
Schwachhauser Heerstr. 40
28209 Bremen

Tel.: 0421 841391-0
Fax: 0421 841391-10

st.ansgarii@ich-will-keinen-spamkirche-bremen.de

Öffnungszeiten

montags, mittwochs, donnerstags,
9.00 - 13.00 Uhr
dienstags: (nicht in den Schulferien!)
15.00 - 18.00 Uhr
freitags:10.00 - 13.00 Uhr

Pastorin
Ulrike Oetken
Telefon: 0421 / 347 82 94
Durchwahl im Gemeindehaus
Telefon: 0421 / 841391-20
Fax: 0421 / 841391-10

pastorin.oetken@kirche-bremen.de

Kantor
Kai Niko Henke
Telefon: 0421/343435
kantor@ich-will-keinen-spamansgarii.de

Sozialpädagogin
Sabine Gaede
Telefon: 0421/841391-30
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Diakonin
Inga Kießling
Telefon: 0421/84 13 91-31
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Sprechstunde im Gemeindehaus jeden 3. Donnerstagvon 15.00 - 16.00 Uhr 

Bankverbindung
Gemeinde St. Ansgarii
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Das neue Gemeindezentrum

Der Neubau von Kirche und Gemeindehaus erfolgte nach den Plänen und unter der Bauleitung von Fritz Brandt. Brandt hatte u.a. die Auflage, den Basilika-Typus des alten Baus wieder aufzu-nehmen und angemessenen Raum zu schaffen für die geretteten Ausstattungsstücke aus der zerstörten Kirche. Außerdem gehörte zu seinem Bauauftrag ein großes Gemeindezentrum, das der Kirche ihre Dominanz belassen, aber nicht untergeordnet erscheinen sollte.
 

Die neue Kirche

Die präsentiert sich durch die hohe ungegliederte Fassade aus norddeutschem Backsteinmauerwerk in einer würdigen Monumentalität, die aber keinen optischen Bezug hat zu dem - nach italienischer Tradition - frei stehenden Glockenturm. Als Verbindung von Kirche und Turm fungiert das Küsterhaus, das gleichzeitig den Platz  nach Norden abschließt.
Der Grundriss zeigt detailliert die Anlage des weitläufigen Gemeindezentrums. Es schließt sich mit einem leicht gerundeten Zwischentrakt, in dem sich Besprechungs- und Verwaltungsräume befinden, direkt an das südliche Seitenschiff der Kirche an.

Innenhof

Besonders einladend ist der großzügig gestaltete und fast zu jeder Jahreszeit frequentierte Innenhof-GartenVon diesem Gartenhof aus umfaßt der Blick fast vollständig die Kirche von Südosten und man erkennt, dass es sich hier um die bauliche Grundform einer Basilika handelt.
"Basilika'"nennt man eine längsgerichtete, mehrschiffige Kirche mit überhöhtem Mittelschiff, das eine eigene Fensterzone im sogenannten Obergaden hat. Dieser Bautyp ist in der Antike entwickelt worden und hat sich von der altchristlichen Zeit über die Romantik und Gotik bis heute in der Sakralbaukunst erhalten. St. Ansgarii gehört dem 3-schiffigen Basilikatypus an mit Vorhalle, aber ohne Querhaus.

Innenraum Kirche

Im Innenraum der Kirche zeigt sich der zuvor beschriebene Basilikatypus noch deutlicher als am Außenbau durch die auffallend hoch gesetzten Fenster im Mittelschiff. Die niedrigen Seitenschiffe haben keinen gestalterischen Bezug zum Mittelschiff und wirken eher bedeutungslos. Die Apsis ist um mehrere Stufen erhöht - auch ein Merkmal der frühen Basiliken - und hat dieselbe Deckenhöhe wie das vorwiegend flache Mittelschiff.
Fritz Brandt hat in St. Ansgarii auf alle Schmuck- und Gliederungs-elemente verzichtet, die die Architektur der historischen Vorbilder bestimmten; einzige Ausnahme ist der Würfelfries unterhalb der Decke. Die Arkaden und Fenster im Mittelschiff erscheinen wie ausgeschnitten aus der glatten Wand, die unter der Farbe sichtbar bleibt. (Die Pfeiler sind im tektonischen Sinne also keine Pfeiler sondern stehengebliebene Wand.)
Die vielfältigen Bau- und Gliederungselemente, aus denen die christliche Basilika vom Ursprung her lebt, -atmosphärisch, stilistisch und kultisch - gibt es in St. Ansgarii nicht.
Natürlich hat Brandt sich nicht aus Willkür oder um einen neuen Basilikatypus zu schaffen, für diese schmuckarme Traditionsfolge seines neuen Kirchenbaus entschieden. Die Reduzierung der basilikalen Grundordnung auf den kleinsten Nenner geschah, um der zweiten Forderung im Bauauftrag gerecht zu werden, nämlich, um 'angemessenen' Raum zu schaffen für die aus der alten Kirche geretteten Ausstattungsstücke. Brandt wußte, wie wichtig diese wenigen wertvollen Relikte aus der geliebten 'Scharkskarken' für die Gemeinde waren und gab ihnen in seinem Baukonzept eine maßstäbliche Dominanz, von der nichts ablenken sollte.
Insbesondere betrifft das den alten 14 m hohen Orgelprospekt mit dem neuen Instrument von Alfred Führer.

Die Orgel

Das Orgelwerk wurde beim Einsturz der alten St. Ansgarii-Kirche zerstört; erhalten geblieben ist jedoch der großartige Orgelprospekt, d.h. all die ornamentalen und figürlichen Schnitzereien, die die vorderen ansehnlichen Pfeifen umrahmen und dem Instrument das Gesicht geben. Die Schnitzereien waren in Privatinitiativen auseinander-genommen und in Wohnhäusern von Gemeindemitgliedern ausgelagert worden.

Der älteste Teil des Orgelprospekts ist der Mittelteil: er stammt aus dem Jahr 1611, als der Verdener Orgelbauer Marten de Mare mit dem Bau einer Orgel für St. Ansgarii beauftragt wurde. Für die reichen Dekorationen standen den Schnitzern Musterbücher oder auch gestochene Vorlagen zur Verfügung.

Auf dem sogenannten Rückpositiv stehen die Figuren zweier Herolde mit Fanfaren und König David mit der Harfe: alle 3 weisen als Sinnbilder kirchlicher Lob-gesänge auf die bedeutungsvolle Funktion der Orgel hin.
1736 wurde die alte Orgel um 2 Pedaltürme erweitert, deren Ornamentschmuck weniger variantenreich, nur aus Blattranken und Rollwerk, d.h. aus Schmuckmotiven besteht, die sich an ihren Enden oder Rändern rollen.
Die Farbigkeit des Orgelprospekts entspricht der ursprünglichen Fassung.
Der Einbau des etwa 14 m hohen Prospekts in die neue Kirche war sehr problematisch. Geschaffen für einen Standort mit spitz zulaufendem Gewölbe, beansprucht er unter der flachen Decke eine enorme Raumhöhe. Als Lösung des Problems wurde das Hauptwerk tiefer angebracht als vorgesehen und für den mittleren Pfeifenturm eine kleine 'Spezialkuppel' geschaffen. Die klanglichen Nachteile dieser Notlösung konnten erst ausgeglichen werden bei einer großen Orgelrenovation 1994.
Das Orgelwerk, das heute den alten Prospekt ausfüllt, wurde 1958 von der Firma Alfred Führer in Wilhelmshaven gebaut. Es ist die zweitgrößte Orgel in Bremen. Ihre 4427 Pfeifen in 61 Registern werden auf vier Manualen und Pedal gespielt.

Weitere und detaillierte Informationen bieten Ihnen zwei reich bebilderte Publikationen, die in der Kirche und der Kanzlei für jeweils 5 Euro erhältlich sind.

Apsis und Altar in St. Ansgarii, Bremen 1998
Geschichte und Gegenwart der St. Ansgarii-Gemeinde
"ein Kirchenführer", Bremen 2004.


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